Aktionsforum Allergologie

Seit 2013 macht das Aktionsforum Allergologie auf die Unterversorgung der Allergiker in Deutschland aufmerksam. Eine Verbesserung zeichnet sich für die Patienten aber noch nicht ab! Die Ärztinnen und Ärzte der Mitgliedsorganisationen wollen nun mit einem umfangreichen Aktionsplan, Öffentlichkeitsarbeit und gesundheitspolitischen Initiativen alles daran setzen, dass Allergiker in Zukunft angemessen versorgt werden – und damit Lebensqualität zurückgewinnen.
Im Rahmen des „Aktionsforum Allergie“ haben sich sieben medizinische Verbände zusammengeschlossen: Der Ärzteverband Deutscher Allergologen, die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie, die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin und die Berufsverbände der Deutschen Dermatologen, der Kinder- und Jugendärzte, der Pneumologen und der HNO-Ärzte.

Thesen
Allergiker sind benachteiligt:  Allergien beeinträchtigen wesentlich die Lebensqualität, führen zu verminderter beruflicher Leistungsfähigkeit und können zum Teil einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.
Aus Heuschnupfen wird Asthma: Aus saisonalen Beschwerden (brennende Augen, laufende Nase) wird in bei 2 von 5 Allergikern eine chronische Krankheit (Asthma bronchiale), wenn die Allergie unbehandelt bleibt.
Allergiepatienten sind unterversorgt: Es gibt immer weniger Ärzte, die Allergien (frühzeitig) diagnostizieren und therapieren. Sowohl die Unterfinanzierung der ärztlichen Weiterbildung als auch die Einschränkungen durch die Gesundheitspolitik haben dazu beigetragen.
Allergien sind teuer: Durch Allergien entstehen erhebliche indirekte Kosten durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz und durch eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Betroffenen. Nicht behandelte Allergien verursachen erhebliche Kosten im Gesundheitswesen  für Medikamente und stationäre Behandlungen.
Allergien sind behandelbar: Eine frühzeitige kausale Allergie-Therapie  kann zu einer deutlichen Reduktion der allergisch-bedingten Morbidität, sowie der ökonomischen Aufwendungen, führen.

Forderungen

  • Allergologie muss Inhalt der ärztlichen Weiterbildung sein
  • Schaffung von angemessenen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen  für Diagnostik und Therapie
  • Keine durch die Patienten finanzierte  Selbstzahlermedizin in der Allergologie!
  • Stärkung der Patientenaufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und Risiken von unbehandelten Allergien
  • Erarbeitung einer einheitlichen bundesweiten Präventionsstrategie für Menschen die von der Volkskrankheit Allergie betroffen sind
  • Neue Lösungsansätze für die Nachwuchsgewinnung bei den Allergologen

Gemeinsame Ziele

  • Interdisziplinärer Interessenszusammenschluss aller beteiligter Disziplinen
  • Patientenaufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und Risiken von unbehandelten Allergien
  • Erarbeitung einer gemeinsamen bundesweiten Präventionsstrategie für die Volkskrankheit Allergie
  • Erarbeitung von Lösungen für das Nachwuchsproblem bei den Allergologen
  • Entwicklung von medizinisch und wirtschaftlich sinnvollen Behandlungskonzepten

Weitere Informationen im "Nationalen Aktionplan"

Die regionalen Arbeitsgemeinschaften der GPA
Westdeutsche Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V. (WAPPA)Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V.Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Allergologie und Pneumologie Süd e. V. (AGPAS)