Der Förderpreis Pädiatrische Allergologie

Die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA) vergibt den Förderpreis Pädiatrische Allergologie, der zusammen mit dem Nestlé Nutrition Institute gestiftet wird.

Mit dem Förderpreis sollen Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise um die Verbesserung der Situation allergiekranker Kinder bemühen. Der Preis besteht aus einer finanziellen Zuwendung von bis zu 10.000 Euro, die der weiteren finanziellen Sicherung des gewürdigten Projekts dienen soll.

Als wissenschaftliche Fachgesellschaft vergibt die GPA den Förderpreis im Sinne einer ­projektgebundenen Förderung. Eine solche projektgebundene Fördermaßnahme erfolgt nach Eingang eines Projektantrages und der Prüfung durch das Forschungskuratorium und den Geschäftsführenden Vorstand der GPA. Besonders förderwürdig sind Projekte, die der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis dienen.

Dabei stehen folgende Projektinhalte im Mittelpunkt:

  •     kinderallergologische Grundlagenforschung
  •     kinderallergologische klinische Forschung
  •     kinderallergologische Versorgungsforschung

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Preisträgerinnen und Preisträger

2016
Valérie Trendelenburg

Preisträgerin des von der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e. V. (GPA) in diesem Jahr verliehenen "Förderpreis Pädiatrische Allergologie", der von dem Nestlé Nutrition Institute und der GPA gemeinsam gestiftet wird, ist Valérie Trendelenburg. Die an der Berliner Charité tätige Ernährungswissenschaftlerin erhält die Förderung für ihre Forschung über die natürliche Toleranzentwicklung und den Verlauf der Hühnereiallergie im Kindesalter. Trendelenburg will untersuchen, wie viele Kinder mit einer durch Provokation nachgewiesenen Hühnereiallergie eine natürliche Toleranz gegen rohes oder stark erhitztes Hühnerei entwickeln und in welcher Zeitspanne die Toleranzentwicklung erfolgt.

2015
Dr. Martina Millner-Uhlemann, Stuttgart

Preisträgerin des von der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e. V. (GPA) im Jahr 2015 verliehenen "Förderpreises Pädiatrische Allergologie", der von dem Nestlé Nutrition Institute gestiftet wird, ist Frau Dr. Martina Millner-Uhlemann, Stuttgart. Die Preisträgerin erhält die Auszeichnung für die Initiierung und Durchführung des Projekts „Gräserdschungel".
Die spezifische Immuntherapie ist nicht nur die einzige kausale Therapieoption, die wir zur Behandlung allergischer Erkrankungen haben. Sie ist auch eine Therapie mit einer langen Geschichte. Viele Studien demonstrieren ihre Wirksamkeit und Sicherheit in den unterschiedlichen Applikationsformen. Dennoch existieren bis heute keine Daten zu einem unmittelbaren Vergleich verschiedener Allergenextrakte hinsichtlich deren Wirksamkeit und Sicherheit.
Vor diesem Hintergrund entwickelte und betreut Millner-Uhlemann mit erheblichem Aufwand, unterstützt von einem Expertenteam aus Kliniken und Praxen, eine firmen- und behandlerunabhängige kontrollierte Anwendungsbeobachtung mit fünf unterschiedlichen Präparaten von fünf Firmen. Auf der Basis der erhobenen Daten können Aussagen zu möglichen Unterschieden zwischen unmodifizierten Allergenextrakten und Allergoiden, zwischen verschiedenen Adjuvanzien sowie unterschiedlichen Therapieregimen getroffen werden. Mittels eines Online-Tagebuchs konnten die Studienteilnehmer ihre Symptome und den Medikamentenverbrauch protokollieren. Das Online-Tagebuch erwies sich als valides Erhebungsinstrument für die Evaluation von Symptomlast und Medikamentenverbrauch der Kinder mit einer Sensibilisierung gegenüber Graspollen. Auf dieser Grundlage wurde ein Instrument geschaffen, welches auch für einen Einsatz in anderen Untersuchungen mit vergleichbarer Fragestellung denkbar ist. Die Studie befindet sich in der Abschlussphase der Auswertung, Ende des Jahres werden die Ergebnisse erwartet.

2014
Dr. rer. nat. Marcus Peters


Die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA) vergibt jährlich den Förderpreis Pädiatrische Allergologie an Einzelpersonen oder Gruppen, die sich in herausragender Weise um die Verbesserung der Situation allergiekranker Kinder bemühen.

Den vom Nestlé Nutrition Institute gestifteten Preis erhielt in diesem Jahr Dr. rer. nat. Marcus Peters von der Abteilung Experimentelle Pneumologie der Ruhr Universität Bochum für sein Forschungsvorhaben „Untersuchungen der Allergie-protektiven Wirkung von synthetischen Arabinogalaktan-Partialstrukturen im murinen Asthmamodell“.
Es soll geprüft werden, ob neue, synthetisch hergestellte Partialstrukturen des Arabinogalaktans in einem Tiermodell für Asthma vergleichbare Effekte aufweisen wie natürlich vorkommende, komplette Arabinogalaktane.
Natürliche Arabinogalaktane hatte Dr. Marcus Peters mit seinem Team als eine der Substanzen aus Stallstaub isolieren können, die offenbar vor der Entstehung atopischer Erkrankungen schützen. Im Tiermodell zeigten diese Substanzen einen protektiven Effekt in Bezug auf die Entstehung von Asthma. Falls sich synthetische Arabinogalaktane als vergleichbar wirksam erweisen, könnte dies die Tür für eine pharmazeutische Anwendung dieser Substanzen öffnen.

2013
PD Dr. Bianca Schaub, München

Der Förderpreis „Pädiatrische Allergologie“ der GPA im Jahr 2013 geht an PD Dr. Bianca Schaub. Die Münchener Allergologin erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ihr Forschungsprojekt „Neue Biomarker zur Prädiktion des aller­gischen Asthma im Kindesalter: Untersuchung der Genregulation bei Geburt und bei Manifesta­tion des Asthma bronchiale mittels Microarray und RT-PCR-Technologie“. Die Urkunde überreichte Prof. Dr. Carl Peter Bauer (rechts) beim Aller­gie­kongress in Bochum gemeinsam mit Dr. Mike Poßner (links), dem Medizinischen Direktor des Nestlé Nutrition Institute, das den Förderpreis in diesem Jahr erstmals unterstützte.

Wie Prof. Bauer in seiner Laudatio betonte, weist der Förderpreis in diesem Fall aber deutlich über das konkrete Forschungsprojekt hinaus. Er ho­noriere auch die pädiatrische Allergologin und Pneumologin mit einem exzellenten Forschungshintergrund und langjährigen Verdiensten für die Pädiatrische Allergologie.

2012
Prof. Dr. Bodo Niggemann, Berlin

Den GPA-Förderpreis 2012 hat Prof. Dr. Bodo Niggemann, Leiter des Zentrums für pädiatrische Allergologie und Pneumologie an den DRK-Kliniken Berlin-Westend, erhalten. Damit würdigt die GPA die langjährigen Verdienste Niggemanns als Motor der pädiatrischen Allergologie, der in zahllosen hochrangigen Publikationen zur Verbesserung der Situation allergiekranker und allergiegefährdeter Kinder und Jugendlicher beigetragen hat.

Der von Thermo Fisher (ehem. Phadia) gestiftete Förderpreis soll die Weiterführung der Dokumentations- und Forschungsarbeiten zum Thema Nahrungsmittelallergie unterstützen, die Niggemann mit seinen Kolleginnen und Kollegen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie in der GPA initiiert hat. Der GPA-Vorsitzende Prof. Dr. Albrecht Bufe (rechts) und Dr. Michael Haaß von Thermo Fisher (links) überreichten Prof. Niggemann den Förderpreis im Rahmen des 7. Deutschen Allergie-Kongresses in München.

2011
Prof. Dr. Philippe Eigenmann, Genf

Philippe Eigenmann ist Pädiater und Wissenschaftler. Sein stattliches Oeuvre beschäftigt sich mit Mechanismen der oralen Toleranz und der Translation dieses Wissens in die Praxis der Diagnostik und Behandlung von Nahrungsmittelallergien. Besonders hervorzuheben ist das von ihm initiierte europäische Projekt „Paprica“, mit dem er nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum Zusammenwachsen der Allergologie in Ost und West beigetragen hat. Philippe Eigenmann ist zudem der Präsident des EAACI-Kongresses in Genf 2012.

Bei der Preisverleihung im Rahmen des 6. Deutschen Allergie-Kongresses in Wiesbaden gratulierten der Vorsitzende der GPA, Prof. Albrecht Bufe (links), und PD Dr. Johannes Huss-Marp (rechts) als Vertreter der Firma Phadia, die den Preis wieder einmal gestiftet hat.

2010
Dr. Andrea von Berg, Wesel

Dr. Andrea von Berg vom Marienhospital Wesel hat sich durch ihre Forschungen zur alimentären Allergieprävention national wie international einen Namen gemacht. Hervorgehoben sei nur ihre zentrale Mitwirkung an der GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention Study), die neue Erkenntnisse zur Vorbeugung von Allergien im Kleinkindalter, z.B. durch den Einsatz von Hydrolysatnahrungen, erbrachte. Folgerichtig gingen die Forschungsergebnisse von Dr. von Berg auch in zahlreiche pädiatrische Leitlinien und Empfehlungen ein.

Der Förderpeis "Pädiatrische Allergologie" der GPA wurde im Rahmen des 5. Deutschen Allergie-Kongresses in Hannover verliehen. Der GPA-Vorsitzende Prof. Dr. Albrecht Bufe (links) brachte der Preisträgerin diesmal eine musikalische Laudatio dar. Rechts im Bild Kerstin-Kaniecki-Loop vom Sponsor Phadia und Dr. Andrea von Berg.

2009
Präventions- und Informationsnetzwerk Allergie/Asthma e.V. (pina e.V.)

Seit zehn Jahren arbeitet pina unter seinem Vorsitzenden Prof. Dr. Ulrich Wahn daran, die Erkenntnisse aus der Allergologie in die Praxis von Behandlern und Betroffenen zu transportieren. Zu den vielen Aktivitäten des Netzwerks gehören Symposien und Stipendien, die regelmäßig erscheinenden pina-news, die Homepage www.pina-infoline.de mit dem pina-Online-Buch „Allergien und Asthma bei Kindern und Jugendlichen“ und die telefonische Beratungshotline pina-Helpline. Jüngstes Projekt ist die Broschüre "Allergie-Risiko-Check", die in Zusammenarbeit mit dem Bundesernährungsministerium entwickelt wurde.

Der Förderpreis "Pädiatrische Allergologie" der GPA wurde vom GPA-Vorsitzenden Prof. Dr. Albrecht Bufe (im Bild links) und Kerstin-Kaniecki-Loop vom Sponsor Phadia (4.v.l.) im Rahmen des 4. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongresses in Berlin verliehen. Den Preisträger pina e.v. repräsentierten (von links) Prof. Dr. Matthias Kopp als Verantwortlicher der pina-news, pina-Geschäftsführerin Sieglinde Meyer, Dr. Peter J. Fischer als Autor des pina-Online-Buches und Prof. Dr. Ulrich Wahn als 1. Vorsitzender.

2008
PD Dr. Doris Staab, Berlin

Die engagierte Kinderärztin und Allergologin PD Dr. Doris Staab leitet die Mukoviszidoseambulanz der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie an der Berliner Charité. Sie war maßgeblich an der Entwicklung der Neurodermitisschulung von allergiekranken Kindern und deren Eltern beteiligt und hat das Procedere sowie die Effektivität des Systems streng wissenschaftlich evaluiert. Dies spiegelt sich auch in einer Reihe wissenschaftlicher und klinischer Arbeiten zum Aufbau und Entwicklung der Schulung. Das Engagement von Dr. Doris Staab als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung (AGNES) spricht für sich.

Auf dem Bild von links nach rechts: Professor Dr. Albrecht Bufe, Erster Vorsitzender der GPA; PD Dr. Doris Staab, Helios Kinderklinik der Charité; Kerstin Kaniecki-Loop, Phadia GmbH.

2007
Prof. Dr. Erika von Mutius, München

Erika von Mutius leitet die Allergie- und Asthmaambulanz des Dr. von Haunerschen Kinderspitals. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit liegt in der Erforschung der potenziellen Rolle genetischer und umweltbedingter Faktoren allergischer Erkrankungen im Kindesalter. Erika von Mutius kann auf eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung, Durchführung und Datenanalyse sowohl nationaler als auch internationaler interdisziplinärer Forschungsprojekte zurückgreifen. Sie hat an großen epidemiologischen Studien zu Atemwegs- und allergischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter entscheidend mitgewirkt. Ihre Arbeitsgruppe zählt somit nicht nur national, sondern auch international zu einer der aktivsten allergologischen Forschergruppen. Dies zeigt sich in zahlreichen hochrangigen Publikationen.

Das Bild zeigt von links den GPA-Vorsitzenden Prof. Dr. Carl Peter Bauer, Prof. Dr. Erika von Mutius und Kerstin Kaniecki-Loop als Vertreterin von Phadia.

2006
Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter (AGAS)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 hat die Arbeitsgemeinschaft den Ausbau von Asthmaschulungen und die Ausbildung von Asthmatrainern im deutschsprachigen Raum entscheidend vorangetrieben. Im Rahmen des Disease-Management-Programms Asthma bronchiale wurde die strukturierte Asthmaschulung nach den Qualitätskriterien der AGAS als einziges Programm zur Schulung asthmakranker Kinder und Jugendlicher zugelassen. Die Arbeitsgemeinschaft und ihr Vorsitzender Dr. Rüdiger Szczepanski, Osnabrück, erhalten den Förderpreis in besonderer Würdigung ihres jahrelangen, herausragenden Engagements zum Wohle asthmakranker Kinder und Jugendliche.

Im Bild der AGAS-Vorsitzende Dr. Rüdiger Szczepanski mit Kerstin Kaniecki-Loop, Phadia, und dem GPA-Vorsitzenden Prof. Dr. Carl Peter Bauer (links).

2005
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)

Die größte Patientenorganisation für Allergie- und Asthmakranke in Deutschland wird für ihren herausragenden Einsatz für die Interessen allergiekranker Kinder und Jugendlicher ausgezeichnet.

Hervorzuheben ist vor allem die Funktion des DAAB als unabhängige Anlaufstelle für die Eltern betroffener Kinder.

Über die Auszeichnung freuen sich (v. links) Ingrid Voigtmann, stellv. Geschäftsführerin des DAAB, Kerstin Kaniecki-Loop, Phadia, Marliese Köster, 1. Vorsitzende des DAAB, und der GPA-Vorsitzende Dr. Ernst Rietschel.

2004
Der saarländische Qualitätszirkel „Allergologie, Pneumologie und Asthmaschulung im Kindesalter“

Mit der Verleihung des Förderpreises wird der Vorbildcharakter dieses Qualitätszirkels gewürdigt.

Die Versorgung von Millionen allergiekranken Kindern und Jugendlichen erfordert bereits in der primär versorgenden Kinderarztpraxis ein hohes Maß an kinderallergologischer Kompetenz. Der ausgezeichnete Qualitätszirkel hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass durch das Engagement seiner Moderatoren und Mitglieder sowie eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen allergologischen Themen der Brückenschlag zwischen Praxis und Klinik möglich ist.

2003
Dr. med. Sabine Schmidt, Osnabrück

Erste Preisträgerin ist die Kinderärztin und Allergologin Dr. Sabine Schmidt von der gemeinnützigen Kinderumwelt GmbH in Osnabrück.

Ihrer hervorragenden Sachkenntnis sind unter anderem wesentliche Positionspapiere und Leitlinien der GPA und anderer Fachgesellschaften, die Informationen der Internetplattform PädInform sowie die Ratschläge des Präventions- und Informationsnetzwerks Allergie/Asthma (pina) zu verdanken.

Die regionalen Arbeitsgemeinschaften der GPA
Westdeutsche Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V. (WAPPA)Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V.Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Allergologie und Pneumologie Süd e. V. (AGPAS)