Weiterbildung "Allergologie" für Kinder- und Jugendärzte

Die Zusatzweiterbildung "Allergologie" steht allen Ärzten offen, ist also fachübergreifend. Sie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der durch Allergene und Pseudoallergene ausgelösten Erkrankungen verschiedener Organsysteme einschließlich der immunologischen Aspekte.

Das Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Allergologie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte.

Die Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung ist der Besitz einer Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung.

Die Weiterbildungszeit umfasst 18 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten. Davon können 12 Monate während der Ausbildung in Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin/Pneumologie oder Kinder- und Jugendmedizin abgeleistet werden. Voraussetzung dafür ist, dass in der jeweiligen Weiterbildungseinrichtung ein für die allergologische Weiterbildung ermächtigter Facharzt tätig ist.

Die Weiterbildungsinhalte umfassen Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Biologie, den chemischen und physikalischen Eigenschaften und der Ökologie der Allergene und der Allergenextrakte sowie deren umweltmedizinischer Bedeutung
  • der Allergieprävention einschließlich Allergenkarenz und Allergen-Elimination
  • der Indikationsstellung und Bewertung von serologischen, zellulären und pharmakologischen in-vitro-Testverfahren
  • der Ernährungsberatung einschließlich Eliminationsdiäten
  • der Spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) einschließlich der Erstellung des Behandlungsplans
  • der Notfallbehandlung des anaphylaktischen Schocks
  • psychosozialer Problematik einschließlich berufsbedingter Aspekte
  • der Diagnostik psychogener Symptome und somatopsychischer Reaktionen

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind:

  • Erhebung und Dokumentation der speziellen allergologischen Anamnese
  • Kutan- und Epikutanteste bei Soforttyp- und Spättyp-Reaktionen
  • Bestimmung hautsensibilisierender Antikörper vom Soforttyp (IgE)
  • gebietsbezogene Provokationsteste, z.B. nasal, bronchial, oral, parenteral
  • zelluläre In-vitro-Testverfahren, z.B. Antigen-abhängige Lymphozytenstimulation, Durchflusszytometrie, Histamin- und Leukotrien-Freisetzung
  • Stichprovokationstestung zur Therapiekontrolle
  • Auswertung von Pollen-, Schimmelpilz- oder Hausstaubproben
  • Durchführung der spezifischen Immuntherapie
  • besondere Methoden der spezifischen Immuntherapie mit Hymenopterengiften

Die Einzelheiten des Weiterbildungskataloges variieren durchaus von Bundesland zu Bundesland und sind bei der für Sie zuständigen Ärztekammer einsehbar (in der Regel per Internet). Weiterführende Links:

Musterlogbuch zur Zusatzweiterbildung "Allergologie" der Bundesärztekammer
Weiterbildungsordnung der Bayerischen Landesärztekammer
Zusatzweiterbildung "Alleroglogie" der Ärztekammer Nordrhein
Liste der Ärztekammern in Deutschland

 

Kompaktkurse "Pädiatrische Allergologie und "Pädiatrische Pneumologie"

Die vier regionalen Arbeitsgemeinschaften der GPA veranstalten pro Jahr in der Regel je einen Kompaktkurs „Pädiatrische Allergologie” und einen Kurs „Pädiatrische Pneumologie” an verschiedenen Orten in Deutschland. Jeder Kurs umfasst 20 Unterrichtseinheiten an einem Wochenende. Informationen über die nächsten Kompaktkurse finden Sie unter Termine.

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Die regionalen Arbeitsgemeinschaften der GPA
Westdeutsche Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V. (WAPPA)Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V.Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Allergologie und Pneumologie Süd e. V. (AGPAS)