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COVID-19-SonderNews 3 | 30.04.2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der zahlreichen Anfragen möchten wir in diesem Newsletter noch einmal die zentralen Informationen zum Thema Schule, Masken und COVID 19 in wenigen Punkten zusammenfassen um Ihnen das Gespräch mit den Eltern zu vereinfachen und das Ausfüllen von Bescheinigungen, sofern sie erforderlich sind, zu erleichtern:

Verlauf von COVID 19 bei Kindern mit Asthma und Atemwegsallergien

•    Nach bisherigem Kenntnisstand kann man weiter davon ausgehen, dass Kinder einen weniger schweren Verlauf der Erkrankung erleben als Erwachsene und vermutlich auch seltener erkranken.
•   Es gibt aus der Literatur keine Hinweise darauf, dass Kinder mit respiratorischen Grunderkrankungen wie Atemwegs-Allergien oder Asthma ein höheres Risiko haben als gesunde Kinder. Dies gilt auch für andere Lungenerkrankungen mit stabilem Verlauf.
•   Es gibt keine Hinweise, dass eine Behandlung mit topischen nasalen oder inhalativen Steroiden ein Risiko für eine schwer verlaufende COVID-19-Erkrankung darstellen. Im Gegenteil ist eine gute Asthmakontrolle wichtig, um das Risiko virusbedingter Exazerbationen zu reduzieren.
•    Bekannte Risikofaktoren für Erwachsene sind so nicht auf Kinder übertragbar. Daher unterscheiden sich unsere Empfehlungen für chronisch allergie- und lungenkranke Kinder nicht von den allgemeinen, vom RKI ausgesprochenen Empfehlungen, hinsichtlich Quarantäne, Schutz und Schulbesuch (Zitat GPP Homepage).

Es gibt daher anhand der derzeit verfügbaren Datenlage keinen Grund, Kindern mit stabil eingestelltem Asthma oder deren Geschwisterkindern den Schulbesuch zu verwehren.

Tragen von Masken

•    Das Tragen von Mund-Nasen-Masken ist für Kinder mit kontrolliertem und gut eingestelltem Asthma über 6 Jahren keine Gefahr und keine zusätzliche Belastung. Es gibt keine Hinweise für eine CO2-Retention. Theoretisch sollte durch das Tragen von Mund-Nasen-Masken bei Pollenallergikern die Pollenexposition gesenkt werden.
•    Zur Maskenpflicht bei Kindern hat der bvkj eine informative Stellungnahme veröffentlicht.

 

Für detaillierte Informationen verweisen wir auf die COVID-SonderNews 1 und 2 der GPA, den Newsletter April und auf die Homepage der GPP.

Bei Rückfragen nehmen Sie gerne Kontakt auf mit Ihren Ansprechpartnern bei den regionalen Fachgesellschaften AGPAS, APPA, nappa und WAPPA.

Bitte bleiben Sie gesund und frohgemut!
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Ihr
Dr. Lars Lange, stellvertretender Vorsitzender
Für den Vorstand der GPA

Neue Literatur
Abrams EM, Szefler SJ. Managing Asthma during COVID-19: An Example for Other Chronic Conditions in Children and Adolescents. J Pediatr. 2020 Apr 21. pii: S0022-3476(20)30528-X. doi: 10.1016/j.jpeds.2020.04.049.

Brough HA, Kalayci O, Sediva A, Untersmayr E, Munblit D, Rodriquez Del Rio P, Vazquez-Ortiz M, Arasi S, Alvaro-Lozano M, Tsabouri S, Galli E, Beken B, Eigenmann PA. Managing childhood allergies and immunodeficiencies during respiratory virus epidemics - the 2020 COVID-19 pandemic. Pediatr Allergy Immunol. 2020 Apr 22. doi: 10.1111/pai.13262

Hinweis
Bei Berufsbezeichnungen sind immer alle Geschlechter gemeint, also z. B. Kinder- und Jugendärztinnen bzw. Kinder- und Jugendärzte.

Bildquellen
Titelbild und Fotos im Text: © Colourbox


Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e. V.
Rathausstraße 10 | 52072 Aachen
info@gpau.de | www.gpaev.de

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